Johann Georg Primavesi
Illustration — Ansicht der Stadt Heidelberg von Osten, Radierung Johann Georg Primavesis von 1803, nachträglich koloriert • Illustration — Der „Gesprengte Turm“ des Heidelberger Schlosses, Radierung Johann Georg Primavesis, entstanden um 1800 Johann Georg Primavesi (* 19. Mai 1774 in Heidelberg; † 16. Januar 1855 in Kassel) war ein deutscher Theater- und Landschaftsmaler.
Also recorded as Georg Primavesi · Primavesi
Johann Georg Primavesi

Johann Georg Primavesi · Wikimedia Commons · Public domain
- Born
- 1774 · Heidelberg.
- Died
- 1855 · Kassel.
- Nationality
- Germany
- Occupation
- painter · etcher · theatre designer · copper engraver · artist
- Languages
- German
In this article
Leben und Werk
The recorded working language is German. Places of work recorded in the authority are Darmstadt and Kassel. Positions recorded include court painter. Work by Johann Georg Primavesi is recorded in the collections of Philadelphia Museum of Art and Hessen Kassel Heritage.
Primavesi entstammte einer italienischen Künstler- und Kaufmannsfamilie und wuchs in Heidelberg auf. 1801/1802 hielt er sich in Frankfurt am Main auf und kopierte dort im Auftrag eines Kunsthändlers verschiedene Gemälde aus Privatsammlungen in Kupferstichen. Ab 1807 arbeitete er als Theatermaler am Mannheimer Hoftheater. Die dortige Arbeit wurde unterbrochen von einer Reise in die Schweiz, auf der er das Zeichenwerk „Der Rheinlauf“ mit Ansichten des Flusses von seinen Quellen bis Chur anfertigte. Nach seiner Rückkehr nach Mannheim bemühte er sich um eine Anstellung am Hoftheater in Darmstadt, wo er eine bessere Entlohnung sowie einen besser ausgestatteten Theaterbetrieb erhoffte. Zum 1. Januar 1812 erhielt er die Stelle in Darmstadt und schlug in den folgenden Jahren auch Stellenangebote aus Stuttgart und Berlin aus. Allerdings stand er weiterhin in wirtschaftlicher Not, die durch den Brand seines Hauses 1817 noch vergrößert wurde; zeitweise musste seine Frau mit zwei Kindern bei Verwandten in Heidelberg unterkommen. In der Darmstädter Zeit stand er im Austausch mit Johann Wolfgang von Goethe, den vor allem Primavesis Rheinansichten ansprachen. Anschließend wechselte er 1822 als Hofmaler zum Kurfürsten von Hessen-Kassel, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. 1855 starb er in Kassel an Altersschwäche. Er erstellte für das Theater zahlreiche Kulissen und Prospekte, in denen er um die täuschend echte Nachahmung natürlicher Licht- und Raumverhältnisse bemüht war. Daneben sind Radierungen und Aquarelle mit Landschaftsmotiven erhalten. Viele seiner Werke sind heute unbekannt. Daneben verfasste er ein Libretto über die heidnische Seherin Jetta, das inhaltlich eine Sage seiner Heidelberger Heimat über den dortigen Wolfsbrunnen aufgreift und auf Amalie von Imhoffs Märchen „Die Sage vom Wolfsbrunnen“ basiert. Der Text blieb allerdings ungedruckt und ist, soweit bekannt, nicht erhalten. Primavesi war verheiratet mit Charlotte Beck, der Tochter eines Schaffners aus Bockenheim. Mit ihr hatte er zwei Söhne, Eduard und Wilhelm Julius, sowie eine Tochter, Ida, die alle drei während seiner Mannheimer Zeit geboren wurden. Sein Sohn Eduard Primavesi († 1866), 1836 auch in Rom tätig, unterstützte seinen Vater ab 1824 als Hoftheatermaler in Kassel und übernahm schließlich dessen Stelle.
Weblinks
• Kurzbiografie beim Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg *
Literatur
• Roland Dotzert: Primavesi, Johann Georg. In: Roland Dotzert et al.: Stadtlexikon Darmstadt. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-8062-1930-2, S. 724 (Digitalisat). • Walter Gunzert: Der Theatermaler Primavesi. In: Karl Schwingel (Hrsg.): Festschrift für Karl Lohmeyer. West-Ost-Verlag, Saarbrücken 1954, S. 229–241.
Named by the record
Places
Only places the record itself states, plotted where the house gazetteer settles their coordinates. Nothing is inferred from a name or a nationality.
Heidelberg.
Birth place
Kassel.
Death place
Licensing
Text attribution
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The biographical narrative on this page is based on the Wikipedia article Johann Georg Primavesi, revision 258741539 (DE edition), by its contributors. VALÉORINE has edited that text and built its own documentary record around it. The reused material is available under CC BY-SA 4.0, and this page's reuse of it is offered under the same licence. Everything else on this page — the chronology, the holdings, the evidence, the plates and the connections — is VALÉORINE's own record. Sources and licences.
Citations
References
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