Revani
İlyas Şüca Çelebi (İlyas Şüca Çelebi; * etwa 1475 in Edirne; † 1524 in Istanbul) war ein osmanischer Dichter. Sein Künstlername war Revani.
Revani
- Born
- 1475 · Edirne.
- Died
- 1524
- Nationality
- Ottoman Empire
- Occupation
- poet · writer
- Languages
- Ottoman Turkish · Turkish · Arabic
In this article
Leben
Revani war Sohn des. Seine Ausbildung absolvierte er in seiner Heimatstadt Edirne. Kurz nach seinem Dienstantritt bei Sultan Bayezid II. wurde er in die Heiligen Städte des Islams Mekka und Medina entsandt, um die jährliche Verteilung der Gelder für die Armen durchzuführen. In Mekka wurde er allerdings beschuldigt, das Geld ungerecht zu verteilen und einen Teil des Geldes zu unterschlagen. Er wurde aus Mekka vertrieben und ging an den Hof des Prinzen Selim, des späteren Sultans, der damals Gouverneur des Vilâyet Trabzon war. Ungefähr zur selben Zeit erkrankten Revanis Augen. Ein ihm feindlich gesinnter Dichter schrieb dazu, das sei die gerechte Strafe Gottes. Auch in den Diensten von Prinz Selim geriet Revani in Verruf, wonach sein Eigentum beschlagnahmt wurde. Selim vergab ihm allerdings. Revani diente Selim fortan umso gewissenhafter. Revani folgte Selim 1512 nach Istanbul zu Selims Thronantritt als Nachfolger seines Vaters Bayezid II. Unter Sultan Selim I. wurde Revani zuerst zum Oberaufseher der Küche. Später wurde ihm die Verwaltung der (Hagia Sophia) und der (der Thermalquellen) in Bursa anvertraut. Nach erreichtem Wohlstand erbaute Revani eine Moschee im Istanbuler Viertel. Die Moschee wurde später nach ihm benannt. Da diese Moschee später zerstört wurde, existiert sie heute nicht mehr. Revani starb 1524 während der Herrschaft des Sultans Kanuni und wurde im Garten seiner Moschee begraben.
Werke
Revani hinterließ der Nachwelt eine Gedichtesammlung (Dīwān) für Sultan Selim und das Mesnevi (das Buch des Weinfestes). Das İşretname behandelt ausführlich die Trinkkultur im Osmanischen Reich (bacchantische Kultur). In der Literatur der Türken finden sich bacchantische Elemente bereits im 14. und 15. Jahrhundert. Revanis İşretname ist aber das erste ausführliche Werk dieser Art in der türkischen Literatur. Revani wird deshalb als der Erfinder dieser Art von Literatur angesehen. Erst ein Jahrhundert später sollte das Genre der Sakiname („Buch des Schenken“) Popularität feiern.
Dīwān für Selim I.
Sein Dīwān für Sultan Selim gilt insbesondere aufgrund der darin enthaltenen Ġazel (eine Liedform) als bedeutend. Die Ġazels von ihm handeln von Menschenliebe und von esoterischer Liebe. Für viele dieser Lieder wurde eine Musik komponiert, was sie in den Kaffeehäusern und den Weinhäusern des Osmanischen Reichs in kurzer Zeit sehr populär machte.
İşretname
Das İşretname ist ein Mesnevi und besteht aus 694 beyt. Es handelt von Legenden über den Ursprung des Weinbaus und die Entdeckung des Weins. Revani berichtet darin detailliert über den Ablauf typischer Trinkrunden dieser Zeit, das vorher servierte Gericht, den Wein, die Weingläser, den Weinkrug, die Kerzen, die Musikinstrumente, die Mundschenken usw. Am Ende des İşretname erklärt Revani, das Werk solle „mystisch interpretiert“ werden. Das wird allerdings als Taktik angesehen, um sich vor Übergriffen aus strenggläubigen Kreisen zu schützen. Das Werk belegt Historikern nach auch seine eigene Vorliebe für das Trinken. Revani steht bis heute im Ruf, unehrlich und liederlich gewesen zu sein. Das İşretname wird für seinen Esprit und seine zierliche und elegante und dennoch einfache und klare Sprache gelobt.
Literatur
• Rıdvan Çanım: Sâkî-nâmeler ve Edirneli Revânî'nin İşretnâmesi. Atatürk Üniversitesi, Erzurum 1987
Licensing
Text attribution
Part of the biographical narrative on this page reuses licensed material. Its origin, revision and licence are recorded here.
The biographical narrative on this page is based on the Wikipedia article Revani, revision 192707198 (DE edition), by its contributors. VALÉORINE has edited that text and built its own documentary record around it. The reused material is available under CC BY-SA 4.0, and this page's reuse of it is offered under the same licence. Everything else on this page — the chronology, the holdings, the evidence, the plates and the connections — is VALÉORINE's own record. Sources and licences.
Citations
References
Each reference names the institution holding it, so a reader may go to the document itself.
reference work
Partially resolved
The Encyclopedia exists whether or not anything is for sale. Corrections are recorded rather than overwritten, and every version of this record is kept. Published 20 August 2026.
Elsewhere in Books
37,846 published records in this field, each with its sources named.
- Reuben Asher BraudesAuthor
- Reuben DaviesAuthor
- Reuben EppAuthor
- Reuven Ben-YosefAuthor
- Reviel NetzAuthor
- Rewi AlleyAuthor
- Rex BeachAuthor
- Rex StoutAuthor
Best supported in this field
For owners
Own a work by Revani?
A specialist will read what you send and tell you what the house can establish, what it cannot, and whether the object is suited to sale. There is no charge and no obligation. The object stays with you throughout; nothing is shipped to us unless it is arranged in writing beforehand.