Julius Kühn-Institut
Das Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI), amtliche Eigenschreibweise Julius Kühn-Institut, ist eine bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des deutschen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Es wurde aufgrund des Gesetzes zur Neuordnung der Ressortforschung vom 24. Oktober 2007 geschaffen.
Also recorded as Federal Research Centre for Cultivated Plants
Julius Kühn-Institut

J.Skimann · CC BY-SA 3.0
- Founded
- 2008.
- Headquarters
- Quedlinburg.
VALÉORINE Encyclopedia
VALÉORINE documentary reading
Documentary summary
Das Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI), amtliche Eigenschreibweise Julius Kühn-Institut, ist eine bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des deutschen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Es wurde aufgrund des Gesetzes zur Neuordnung der Ressortforschung vom 24. Oktober 2007 geschaffen.
Admitted source layer · organised and presented by VALÉORINE
Reference Check
Propose documentary evidence for Julius Kühn-Institut. A contribution is never written directly as fact: identity, source, rights and evidence gates still decide.
Sign in to contribute
World of VALÉORINE
Documentary connections
Only confirmed graph relationships appear here. Images are shown only when their identity and reuse rights both pass the documentary gate.
Documentary evidence
Documentary basis
Authority files
gnd · 10194714-8 · wikidata · Q832099 · wikipedia · Julius Kühn-Institut
In this article
Overview
Overview
Es gehört zu den vier Bundesforschungsinstituten der Ressortforschung des BMLEH. Seine Aufgaben bestimmt insbesondere das Pflanzenschutzgesetz, dessen Zwecke zugleich den Rahmen seines Forschungsauftrages bilden.
Key facts
Key facts
• Behorden Bezeichnung — Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) • Staatliche Ebene — Bund • Stellung — Bundesoberbehörde • Rechtsform — bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts • Aufsicht — Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat • Grundungsdatum — 1. Januar 2008 • Hauptsitz — Quedlinburg • Behordenleiter — Frank Ordon • Leiter Bezeichnung — Präsident • Anz Mitarbeiter — Mitarbeitende: 1.300. Wissenschaftliche Mitarbeitende: 450 • Haushaltsvolumen — 113,8 Mio. EUR (2024) • Homepage — www.julius-kuehn.de LinkedIn YouTube Instagram Bluesky
Aufgaben
Aufgaben
In dem Institut, das den Namen des Agrarwissenschaftlers Julius Kühn trägt, wurden die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft und die Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen unter Einbindung zweier Institute der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (Institut Pflanzenernährung und Bodenkunde und Institut für Pflanzenbau und Grünlandwirtschaft) zusammengefasst. Es hat seinen Sitz in Quedlinburg und mehrere Außenstellen in Berlin, Braunschweig, Dossenheim, Dresden, Kleinmachnow, Sanitz und Siebeldingen. Mit 18 Fachinstituten an 9 Standorten forscht das JKI zu allen Aspekten Rund um Kulturpflanzen. Ziel der Forschung des JKI ist die Entwicklung resilienter Pflanzenbausysteme zur Produktion pflanzlicher Rohstoffe für die Ernährung und die Bioökonomie. Gleichzeitig steht dabei der Schutz der Biodiversität, des Klimas und der natürlichen Ressourcen Boden und Wasser an vorderster Stelle. Unter seinem Dach bündelt das JKI dafür Kompetenzen in den Bereichen Pflanzenbau, Bodenkunde, Pflanzengenetik, Züchtungsforschung und Züchtung, Pflanzenschutz, Pflanzengesundheit, Bienenschutz und Waldschutz. Wissenschaftlich unabhängig und interdisziplinär arbeitet das JKI eng mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen, aber auch mit der Praxis zusammen. Auf Basis seiner Forschung liefert das JKI fundierte Entscheidungsgrundlagen für das BMLEH und vertritt das BMLEH in verschiedenen europäischen und internationalen Gremien. Unter anderem bringt es seine Expertise in Monitoringprogramme, Risikoanalysen, politische Strategien und technische Standards ein – etwa im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz, der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung oder europäischer Pflanzengesundheitsverordnungen. Mit eigenen Versuchseinrichtungen, Langzeitversuchen, modern ausgestatteten Laboren und seinen Genbanken sowie der Beteiligung an Modell- und Demonstrationsvorhaben, Living Labs und Reallaboren schafft das JKI die Grundlage für eine zukunftsfähige Pflanzenproduktion in Deutschland, Europa und weltweit.
Forschungsschwerpunkte
Forschungsschwerpunkte
=
Genetische Vielfalt und Züchtungsforschung =
Genetische Vielfalt und Züchtungsforschung =
Kulturpflanzen sind das zentrale Element landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Wertschöpfungsketten, die ihren Ausgang im Saat- bzw. Pflanzgut nehmen. Dessen genetische Vielfalt ist die Grundlage für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Das JKI erforscht und bewertet pflanzengenetische Ressourcen wie Wildarten und Landsorten und macht sie u. a. durch zell- und biotechnologische Verfahren für die Züchtung nutzbar. Ziel ist, die Kulturpflanzen widerstandsfähig gegenüber klimabedingten Veränderungen sowie biotischen und abiotischen Stressfaktoren zu machen. Für Dauerkulturen wie Obst und Rebe, bei denen die Züchtung Jahrzehnte dauert, unterhält das JKI eigene Genbanken und leistet Pionierarbeit in der Entwicklung robuster Sorten, den Gartenbau und die Bioökonomie.
Fachinstitute
Fachinstitute
Das JKI umfasst folgende Fachinstitute: • Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen (ZG) • Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen (ZL) • Institut für Züchtungsforschung an Obst (ZO) • Institut für Rebenzüchtung (ZR) • Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz (RS) • Institut für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen (SB) • Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland (A) • Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und urbanem Grün (G) • Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau (OW) • Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik (EP) • Institut für Biologischen Pflanzenschutz (BI) • Institut für Nationale und Internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit (AG) • Institut für Bienenschutz (BS) • Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz (AT) • Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz (ÖPV) • Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde (PB) • Institut für Strategien und Folgenabschätzung (SF) • Institut für Waldschutz (WS) (gegründet Ende 2022)
Standorte
Standorte
• Illustration — Neubau des Julius Kühn-Instituts in Quedlinburg • Illustration — Julius Kühn, der Namensgeber des JKI Das Julius Kühn-Institut ist an mehreren Standorten in Deutschland vertreten; zahlreiche Fachinstitute sind standortübergreifend organisiert. Die Zuordnung der Institute zu den Standorten erfolgt nach den dort jeweils vertretenen organisatorischen Einheiten. • Quedlinburg (Hauptsitz): ZG, RS, SB, WS • Berlin: BS, ÖPV • Braunschweig: A, G, EP, BS, AT, PB, AG • Dossenheim: BI, OW • Dresden (Pillnitz): ZO • Kleinmachnow: A, AG, SF • Sanitz (OT Groß Lüsewitz): ZL • Siebeldingen: OW, ZR
Leitung und weitere Persönlichkeiten
Leitung und weitere Persönlichkeiten
Leiter der Einrichtung ist der Züchtungsforscher Frank Ordon. Er folgte dem Gartenbauwissenschaftler und Phytomediziner Georg F. Backhaus, der Gründungspräsident des Instituts und zuvor bereits seit dem Jahre 2002 Leiter der Biologischen Bundesanstalt in Berlin und Braunschweig war. Bekannte Persönlichkeiten des Julius Kühn-Instituts: • Georg F. Backhaus (* 1955), Agrarwissenschaftler • Heinz Butin (1928–2021), Phytopathologe und Forstwissenschaftler • Karl-Hermann Engel (1928–1985), Agrarwissenschaftler und Hochschullehrer • Wolf Dieter Englert (* 1942), Entomologe • Falko Feldmann (* 1959), Biologe und Phytomediziner • Gregor Hagedorn (* 1965), Botaniker • Johannes Hallmann (* 1964), Agrarwissenschaftler und Phytomediziner • Andreas Hensel (* 1961), Veterinärmediziner, Mikrobiologe und Hygieniker • Johannes A. Jehle (* 1961), Biologe, Insektenvirologe und Phytomediziner • Peter Morio (1887–1960), Agronom und Rebenzüchter • Frank Ordon (* 1963), Agrarwissenschaftler • Ewald Schnug (* 1954), Agrarwissenschaftler, Hochschullehrer und Forscher • Kornelia Smalla (* 1956), Chemikerin und Biotechnologin • Hermann Stegemann (1923–2018), Professor für Biochemie • Benjamin Stich (* 1980), Pflanzenzüchter • Rolf Tippkötter (* 1946), Bodenkundler
Siehe auch
Siehe auch
• Friedrich-Loeffler-Institut – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit • Max Rubner-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel • Johann Heinrich von Thünen-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei • Bundesinstitut für Risikobewertung • Deutsches Biomasseforschungszentrum • Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau in Großbeeren • Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung • Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung
Weblinks
Weblinks
• Website des Julius Kühn-Instituts mit Links zu den beteiligten Einrichtungen *
Institutional history
Dated record
Institutional history
The full dated record · 1 entries
2008
Julius Kühn-Institut established.
Konzepte zum Schutz der Kulturpflanzen
Kulturpflanzen sind einer Vielzahl biotischer Risiken ausgesetzt – von Krankheitserregern bis zu heimischen oder invasiven Schaderregern. Das JKI entwickelt Strategien für deren Erkennung, Prävention und Kontrolle und entwickelt alternative und biologische Pflanzenschutzverfahren. Diese werden in die Entwicklung von Strategien und Konzepten für den umfassenden Schutz aller Kulturpflanzen integriert. In Feldversuchen werden die Auswirkungen der Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern und deren Langzeitfolgen für Ökosysteme untersucht. Darüber hinaus forscht das JKI an digitalen und sensorbasierten Systemen für die präzise, bedarfsgerechte Ausbringung – ein Schlüssel zur Umsetzung moderner Precision Farming-Ansätze.
Primary material
Documents and archives
authority file
- Gemeinsame Normdatei 10194714-8, Julius Kühn-Institut.
General reference · Deutsche Nationalbibliothek
authority record
- Wikidata, structured authority record Q832099: Julius Kühn-Institut
General reference · Wikidata
reference work
- “Julius Kühn-Institut”, English Wikipedia, consulted as further reading
Reputable secondary · Wikipedia
Notes from the source article
Cited by Wikipedia
Notes from the source article
These works are cited by the source article, in its own numbering. They are recorded as its citations, not as sources VALÉORINE has verified.
- 1.Bundeshaushalt digital. bundeshaushalt.de.
- 2.Impressum.
- 3.Hintergrundinformation: Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI), Quedlinburg. 2023-04-24.
- 4.Forschungseinrichtungen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. 2023-08-03.
- 5.§ 57 Pflanzenschutzgesetz.
- 6.20221019144447. Neuer JKI Präsident Prof. Dr. Frank Ordon.
- 7.P. W. Wohlers. Neuer Präsident der Biologischen Bundesanstalt: Georg F. Backhaus. 2002-09-03.
- 8.JKI: Leitung.
References
Citations
References
Each reference names the institution holding it, so a reader may go to the document itself.
authority file
Gemeinsame Normdatei 10194714-8, Julius Kühn-Institut.Deutsche Nationalbibliothek
Secondary witnessauthority record
Secondary witnessreference work
Secondary witness
The Encyclopedia exists whether or not anything is for sale. Corrections are recorded rather than overwritten, and every version of this record is kept. Published 16 August 2026.
Elsewhere in Publishers and printers
5,459 published records in this field, each with its sources named.
- Judaica PressOrganisation
- Judges GuildOrganisation
- Judges PostcardsOrganisation
- Juggernaut BooksOrganisation
- Jumbo GamesOrganisation
- JuniorpressOrganisation
- Justus PerthesOrganisation
- Južni vetarOrganisation
Best supported in this field
For owners
Own an object connected with Julius Kühn-Institut?
A specialist will read what you send and tell you what the house can establish, what it cannot, and whether the object is suited to sale. There is no charge and no obligation. The object stays with you throughout; nothing is shipped to us unless it is arranged in writing beforehand.