Ferdinand Pettrich
Illustration — Ferdinand Pettrich, gezeichnet von Herman Wilhelm Bissen, Rom 1834 Friedrich August Ferdinand Pettrich (* 3. Dezember 1798 in Dresden; † 14. Februar 1872 in Rom) war ein deutscher Zeichner und Bildhauer. • Illustration — Präsident Washington, 1841, derzeit im Smithsonian American Art Museum
Also recorded as Frederick Augustus Ferdinand Pettrich · Frederick August Ferdinand Pettrich · Ferdinand Frederick August Pettrich · Friedrich August Pettrich
Ferdinand Pettrich

Herman Wilhelm Bissen · Sammlung von Bildnissen deutscher Künstler in Rom (Erstes Künstleralbum) – Bibliotheca Hertziana Rom part=24 · Public domain
- Born
- 1798 · Dresden.
- Died
- 1872 · Rome.
- Nationality
- Germany
- Occupation
- sculptor · artist · painter
- Fields
- art of sculpture · visual arts · painting
- Known for
- Washington Resigning His Commission · The Dying Tecumseh
- Languages
- German
In this article
Leben
The recorded working language is German. The field of work recorded is art of sculpture, visual arts and painting. Places of work recorded in the authority are Dresden and Rome. Works named in the authority record are Washington Resigning His Commission and The Dying Tecumseh. Work by Ferdinand Pettrich is recorded in the collections of Smithsonian American Art Museum.
Ferdinand Pettrich wurde als Sohn des Dresdner Hofbildhauers und Professors der Dresdner Königlich-Sächsischen Kunstakademie Franz Pettrich, am 3. oder 5. Dezember 1798 in Dresden geboren. Bereits in seiner Jugend arbeitete er in der väterlichen Werkstatt mit und eignete sich die Grundlagen für seine weitere künstlerische Laufbahn an. Nach der Schule begann er ein Studium an der Kunstakademie Dresden im Fach Bildhauerei und Zeichnen. Anschließend unternahm er eine Studienreise nach Italien und studierte bei dem dänischen Bildhauer und Lehrer Bertel Thorvaldsen. In dessen Werkstatt entstanden die beiden Reliefs Der Tag und Die Nacht, sowie eine anmutige zarte weibliche sitzende Figur mit Angelrute, Mitarbeit am Walhalla-Fries im Atelier Martin von Wagner. Im Jahr 1820 fertigte er in Rom die Marmorstatuette eines schlafenden Jungen für die Maria-Magdalenen-Kirche in Schönlinde, signiert "Ferdinand Pettrich f. Romae 1820".
Im Jahr 1827 heiratete er in Rom Anna Michelina Baldassari.
• Illustration — Büste des William Norris im Smithsonian American Art Museum, ca. 1838–1842
Leben in Amerika
Er unternahm 1835 mit seiner Frau und seinen drei Söhnen eine Reise nach Amerika und wohnte zunächst in Philadelphia, später in Washingtons Nachbarstadt Georgetown. Er arbeitete selbständig in einer eigenen Werkstatt und fertigte mehrere Büsten von bekannten Persönlichkeiten an, auch von Politikern Amerikas, beispielsweise das Standbild George Washingtons.
In Washington begegnete er zahlreichen Vertretern der Indianer Nordamerikas (Native Americans) anlässlich von Verhandlungen mit der US-Regierung, zu denen er sich sehr hingezogen fühlte. Er fertigte viele Skizzen und Zeichnungen an und modellierte eine große Anzahl von Büsten, Reliefs und Skulpturen dieser Menschen, sein später sogenanntes „Indianisches Museum“. Deutlich zeigten diese Werke den Stolz und die besondere Würde der Personen. Die National Academy of Design wählte Pettrich 1837 in New York zum Ehrenmitglied (Honorary NA) .
Im Jahr 1842 wurde er in seinem Atelier in Washington niedergestochen und schwer verletzt. Seine Ärzte rieten ihm, zur Genesung in eine wärmere Gegend umzuziehen.
Daher übersiedelte er mit seiner Familie nach Brasilien. Dort kam er im April 1844 in Rio de Janeiro an und setzte seine künstlerische Arbeit fort. Er wurde zum Hofbildhauer des brasilianischen Kaisers Peter II. (Dom Pedro II.) ernannt und fertigte wiederum eine Vielzahl von Büsten sowie einige Statuen an, vornehmlich von Persönlichkeiten am Kaiserhof, für sein „Indianisches Museum“.
Im August 1857 kehrte Pettrich nach Europa zurück, wo er die Ausstellung seines „Indianischen Museums“ in London erlebte.
Leben in Italien
• Illustration — Der sterbende Tecumseh aus der Sammlung „Indianisches Museum“
Im Mai 1858 kehrte er in seine zweite Heimat nach Rom zurück. Papst Pius IX. erwarb gegen eine Leibrente die umfangreichen Werke. Sein „Indianisches Museum“ umfasst insgesamt 33 Werke in spätklassizistischer Manier, es sind Flachreliefs, große lebensnahe Skulpturen, über 16 Büsten und neun Bozzetti (verkleinerte Entwürfe, Proben) aus Gips, die terrakottafarben bemalt sind. Diese einmalige Sammlung von Native Americans wurde zunächst im Museum von St. Johannes im Lateran (Vatikan) ausgestellt, später im Missionarisch-Ethnologischen Museum als Teil der Vatikanischen Museen.
Neben seinen großen Standbildern schuf er eine Vielzahl an Büsten, Kleinplastiken und Medaillons. Genauso umfangreich sind seine Zeichnungen. Er starb am 14. Februar 1872 in Rom und wurde auf dem Deutschen Friedhof im Vatikan beerdigt.
Literatur
• Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexikon, 11. Band, 1841, S. 195 f. (Digitalisat)
• Hans Geller: Franz und Ferdinand Pettrich. Zwei sächsische Bildhauer aus der Zeit des Klassizismus. Wolfgang Jess Verlag, Dresden 1955 (Forschungen zur sächsischen Kunstgeschichte Band 5) (Digitalisat)
• Andreas Raub (2018): Ferdinand Pettrich (1798–1872): Spätklassizistische Zeichnungen zur Genesis. In: Römische Quartalschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte (113/1–2), S. 21–48.
Weblinks
• Personenwiki der SLUB Dresden
• Smithsonian
Named by the record
Places
Only places the record itself states, plotted where the house gazetteer settles their coordinates. Nothing is inferred from a name or a nationality.
Dresden.
Birth place
Rome.
Death place
Licensing
Text attribution
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The biographical narrative on this page is based on the Wikipedia article Ferdinand Pettrich, revision 264480253 (DE edition), by its contributors. VALÉORINE has edited that text and built its own documentary record around it. The reused material is available under CC BY-SA 4.0, and this page's reuse of it is offered under the same licence. Everything else on this page — the chronology, the holdings, the evidence, the plates and the connections — is VALÉORINE's own record.
Cited by Wikipedia
Notes from the source article
These works are cited by the source article, in its own numbering. They are recorded as its citations, not as sources VALÉORINE has verified.
- 1.Archiv der Hochschule für Bildende Künste Dresden
- 2.Tecumseh-Keokuk-Black Hawk: Indianerbildnisse in Zeiten von Verträgen und Vertreibung, Begleitheft zur Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, 1. Okt. 2013 – 2. März 2014, Dresden, 2013, 24 S.
- 3.(abgerufen am 11. Juli 2015)
- 4.Tecumseh, Keokuk, Black Hawk: Indianerbildnisse in Zeiten von Verträgen und Vertreibung.
Citations
References
Each reference names the institution holding it, so a reader may go to the document itself.
reference work
Partially resolvedreference work
Partially resolved
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